Kampf um die Plätze

07.06.2010 20:51 (0 Kommentare)

Es scheint fast so, als sei Normalität eingekehrt. Die Szenen wie aus dem bekannten Video scheinen vorerst nicht mehr so dramatisch zu sein. Doch an was kann das nur liegen. Meine persönlichen Thesen sind: Sommer und Tripple Bottom Line.

Der Sommer lässt die Welt und damit St. Gallen viel freundlicher aussehen. Aber leider darf ja ein Grossteil der Studentinnen und Studenten dank der Umstellung auf Frühjahr und Herbstsemester in der stickigen Bibliothek sitzen und beispielsweise lernen. Doch kann diese These wirklich bestehen? Vom Sommer ist leider noch nicht viel zu spüren. Vielleicht bleibt ja noch Hoffnung und die warme Zeit schiebt sich noch etwas nach hinten, aber sicherlich kann es nicht die Ursache für den starken Rückgang sein. 

Die Tripple Bottom Line scheint doch eine starke Wirkung gezeigt zu haben. Obwohl scheinbar "inflationäre Notenschnitte" in Bachelor- und Masterstufe vorzufinden sind, die Assessment Studenten haben es nicht leicht. Die geringe Anzahl an KKarten Haufen und Mathekursskripte lassen wohl darauf schliessen, dass wohl eher die zweite These zu bestätigen ist. Für alle die noch Wissensdurst haben: Es gibt noch ein paar Plätzchen. 

 

Wir wünschen auf jeden Fall allen - egal ob Assessment, Bachelor oder Master - eine erfolgreiche Prüfungsphase!

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Es wurde ruhig..

01.05.2010 19:23 (0 Kommentare)

..hier im Blog. Entschuldigung dafür - trotzdem schaut immer wieder jemand hier vorbei, was uns sehr freut! :-)

Die letzten paar Wochen hatten wir wenig Zeit weitere Einträge hier im Blog zu erfassen. Wir sind eingespannt im Studium und im Arbeitsleben, teilweise ist die Arbeit sogar der Hauptgrund, dass dieser Blog hier etwas zu kurz kommt.

 

Dazu werde ich bald einen Post verfassen, wie sich das Arbeitsleben mit dem Studium an der HSG verträgt, das ist immer wieder ein interessantes Thema.

Weiter werde ich das Wohnungsthema nochmals aufgreifen - da ich selber am überlegen bin, meine 4.5 Zimmer Wohnung in Uni- und Stadtnähe in St. Gallen weiterzugeben!

 

Also - stay tuned for some new stuff!

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Olympiaden- & Semesterbeginn

14.02.2010 17:32 (0 Kommentare)

Das neue Semester ist wieder kurz vor dem Start - ebenso ist es die Olympiade!

 

Die Schweiz ist gut gestartet mit einem Sieg von Simon Ammann!

 

Die Swisscom verlost mit dem Swisscom Fanbuch Skiferien im Wert von CHF 5000.-, mitmachen lohnt sich also!

 

Hier gibt es noch das Video auf YouTube zu sehen: Swisscom Fanbuch YouTube Video

 

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Die HSG und die Triple Bottom Line

04.02.2010 12:50 (1 Kommentare)

Triple Bottom Line - eine erweiterte Sichtweise auf den Erfolg eines Unternehmens, basierend auf den drei Grundpfeilern People, Planet und Profit soll nicht nur einen ökonomischen, sondern auch einen ökologischen und sozialen Fortschritt eines Unternehmens darstellen.

 

Für viele Assessment-Studenten der HSG war die Triple Bottom Line in der BWL-Prüfung nach dem ersten Semester jedoch eher ein mittelgrosses Ärgerniss, da die wenigsten sich über die Bedeutung dieses Konzeptes bewusst waren, an der Prüfung jedoch zumindest Grundkenntnisse in diesem Bereich vorausgesetzt wurden, um auch die letzten 37 der 180 insgesamt zu vergebenen Punkte zu erhalten.

Umso grösser war die Empörung nach der Prüfung, es bildeten sich schnell Facebook-Gruppen, wo die Assessment-Studierenden ihrem Ärger Luft machten.

 

Ursprung dieses Ärgernisses war ein Gastvortrag während einer BWL-Vorlesung unter dem Semester, an dem dieses Konzept kurz erwähnt wurde. Es wurden seitens der Universität keine Unterlagen dazu zur Verfügung gestellt und auch der Gastvortrag wurde erst im letzten Moment noch als Prüfungsrelevant eingestuft - der Löwenanteil der Studierenden hatte bis zur Prüfung also noch nie etwas davon gehört.

 

Es stellen sich zwei essentiele Fragen, im Zusammenhang mit Prüfungen an Universitäten und vorallem im Kontext der HSG:

  1. HSG vs. Studenten - Wie wird selektiert?
  2. Studenten vs. HSG - Wie werden die Mindestanforderungen der Selektionskriterien erreicht?

HSG vs. Studenten - Wie wird selektiert?

Es ist bekannt, dass in der Assessment-Stufe der HSG stark selektiert wird, damit auch nur diejenigen weiter an der Universität studieren, die - überspitzt ausgedrückt - das Zeug zur kommenden Wirtschaftselite haben. Primär geht es aber darum, dass diejenigen, die die Prüfungen nicht bestehen, nach dem ersten oder sicher nach dem zweiten erfolglosen absolvieren der Assessment-Stufe bemerken, dass die HSG wohl der falsche Platz für sie ist und nicht noch mehr Zeit verschwendet wird. Ein löblicher Ansatz, dass nicht erst nach drei, sondern schon nach einem Jahr eine Selektion vorgenommen wird.

Die Art und Weise wie dies geschieht, ist jedoch umstritten. Im ersten Semester an der HSG ist dies die BWL-Prüfung, im zweiten Semester ist es die Bundesstaatsrechts-Prüfung. Beides sind Fächer, wo sehr viel auswendig gelernt werden muss und sehr viel Spielraum bieten, um gezielt Fragen zu stellen, die von einer hohen Anzahl der Studierenden nicht beantwortet werden kann. Als wäre dies nicht noch genug, wird höchstwahrscheinlich, nachdem die Prüfungen korrigiert sind und die erreichten Punkte statistisch ausgewertet wurden, die Schwelle für eine genügende Note angepasst, so dass sich der Prüfungsdurchschnitt meist bei einer knapp genügenden Note einpendelt. So kann also relativ einfach gesteuert werden, wie hoch der Quotient sein wird, der durch die Prüfung fällt, entsprechend Minus-Credits kassiert und ggf. das Assessment-Jahr nicht besteht.

 

Es stellt sich die Frage, ob es der Weisheit letzter Schluss ist, wenn Studenten, die sehr gut auswendig lernen können, diese Prüfungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bestehen. Auch eine Zufallsvariable, wie es etwa die Triple-Bottom-Line war, ist höchst fraglich. Dadurch werden jene Studierende begünstigt, welche jede Vorlesung besuchen, sich dazu Notizen machen und dies dann auch alles auswendig lernen.

 

Ist die Fähigkeit, etwas auswendig zu lernen und dies im richtigen Moment wieder abrufen zu können, ein nachhaltiger Erfolgsfaktor für das spätere Arbeitsleben? Ich sage nein.
Vielmehr braucht es - insbesondere in Management-Funktionen - die Kompetenz vernetzt zu denken, das grosse Ganze zu sehen, den Überblick über verschiedene Teilprozesse zu haben und nicht zuletzt auch die Softskills - der Umgang mit Vorgesetzten und Teammitgliedern, die Kommunikation mit Kunden, das aufspüren der Bedürfnisse und Wünsche eines jeden einzelnen. Dies kann nicht auswendig gelernt werden, hier bringen Konzepte wie die Triple Bottom Line nicht viel, hier braucht es Emotionale Kompetenz (ein Stichwort, dass viele HSG-Studenten wohl noch nie gehört haben).

 

Wie diese durchaus notwendige Selektion verbessert werden könnte, ist eine gute und schwierig zu beantwortende Frage, bei der nicht zuletzt auch die Wirtschaft gefordert ist, Vorschläge zu unterbreiten und der Universität mitzuteilen, welche Faktoren im Endeffekt entscheiden, ob jemand eingestellt wird oder nicht.

 

Studenten vs. HSG - Wie werden die Mindestanforderungen der Selektionskriterien erreicht?

Um dem Zufall vorzubeugen und auch bei unbekannten Themen noch Punkte zu ergattern, setzen immer mehr Studierende auf moderne Technologien. Bei der oben erwähnten BWL-Prüfung mit den Fragen zu der Triple Bottom Line entstanden nach Augenzeugen-Berichten regelrecht Schlangen vor den Toiletten. Nicht etwa, weil die Last der Prüfungsfragen vielen auf die Blase drückte - nein, vielmehr weil auf der Toilette das iPhone, Blackberry oder Windows-Mobile Smartphone ungestört bedient werden kann und Wikipedia schnell halbwegs zuverlässige Informationen liefert.

Bei Open-Book-Prüfungen werden immer häufiger Laptops mit UMTS-Karten (sofern WLAN nicht funktionieren sollte) und Instant-Messaging-Tools eingesetzt, um so möglichst viele Fragen der Prüfung erfolgreich beantworten zu können.

Häufig sieht man auch Studierende mit PAMIR's (Gehörschutz der Schweizer Armee) oder Noise-Cancelling-Kopfhörern in Prüfungen sitzen, um nicht durch Geräusche abgelenkt zu werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis in diesen Kopfhörern Tonübertragungen empfangen werden können, und Brillen mit eingebauten Kameras verwendet werden, um die Inhalte der Prüfung drahtlos an andere Personen ausserhalb des Prüfungssaals zu übertragen (das klingt jetzt sehr nach Geheimdienst - aber wenn sich die Technologie so zügig weiterentwickelt, ist dies nicht mehr ferne Zukunft!).

Dies zeugt von einer gewissen Fähigkeit zum vernetzten Denken und auffinden von innovativen Lösungen für bestehende Probleme!

 

Andere Studierende nehmen während der Prüfungsvorbereitung Drogen zu sich (!), um so die Leistungsfähigkeit zu steigern. Dieses Verhalten sollte von der Universität hart bestraft werden, wenn es Anzeigen für einen Medikamenten- oder Drogenmissbrauch gibt müssen die entsprechenden Personen zur Verantwortung gezogen und bei der Polizei angezeigt werden.

Prüfungen in der Zukunft

Wie könnten also zukünftig Prüfungen aussehen - wie könnten diese Grossevents effizienter und besser gestaltet werden, ohne noch mehr Spielraum für Moglereien zu bieten?
Ein bisschen Zukunftsmusik und Wunschvorstellung spielt in der kommenden Skizzierung eines möglichen Prüfungsmodus mit, aber nichtsdestotrotz ein interessantes Gedankenexperiment.

Zurzeit werden an der HSG rund 6000 Studierende über einen Zeitraum von etwa vier Wochen zweimal im Jahr geprüft. Das macht also rund 12'000 Prüfungen pro Jahr, alle sorgfältig gedruckt, in Couverts eingepackt und korrekt an die Prüfungsplätze verteilt. Das klingt nicht gerade nach dem 21. Jahrhundert...

Geräte wie die Microsoft Courier-Studie könnten diesen Prüfungsmodus revolutionieren. Es würde ein günstiges Gerät gebraucht, welches über einen Screen verfügt, der mit einem Stift bedient werden kann und ein realistisches Schreibgefühl ermöglicht, damit nach wie vor von Hand geschrieben werden kann.

Dies würde es ermöglichen, die Geräte einmal in den Prüfungslokalen auufzubauen und zu vernetzen, die Studierenden können sich an einem beliebigen Ort einfinden und sich an dem Gerät mit Ihrem persönlichen Login zur Prüfung anmelden. Die Prüfung kann genau getimt werden und beispielsweise Multiple-Choice-Prüfungen können innerhalb von Sekunden nach der Prüfung schon ausgewertet werden. Der ganze Papierberg wird massiv reduziert - nicht zuletzt auch ein ökologischer Pluspunkt - und das Handling der Prüfung stark vereinfacht.

Auch können bei Open-Book-Prüfungen die Unterlagen digital im selben Gerät zur Verfügung gestellt werden, ein beschränkter Internet-Zugriff kann gewährt werden - ein Laptop ist also nicht weiter notwendig.

Bei Mathematik-Prüfungen könnte etwa ein digitaler Rechner eingeblendet werden, der sämtliche benötigten Rechenoperationen beherrscht - ein umfangreiches und verwirrendes Regelement über die zu verwendenden Taschenrechner wäre auch nicht weiter notwendig.

 

Zum Schluss kann gesagt werden, dass die Selektionskriterien der HSG teilweise fraglich sind, insbesondere wenn Gastvorträge als prüfungsrelevant erklärt werden, zu denen keine schriftlichen Unterlagen verfügbar sind. Wie es besser gemacht werden könnte, braucht jedoch einen längeren Denkprozess unter Einbezug von Wirtschaft, Studierenden und Universitätsleitung.

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