Handlungskompetenz im Assessment
08.08.2009 11:26 (0 Kommentare)
Handlungskompetenz - bringt Studenten näher
Offiziell
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in und eine Übersicht über Formen und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens und Lernens bieten. Sie entwickeln eine erste Kompetenz, wissenschaftliche Texte lesen, einordnen, verstehen und schreiben zu können. Dabei wird besonderes Gewicht auf den Umgang mit Informationsquellen, das Argumentieren, die Grundbegriffe der empirischen Sozialforschung, diejenigen der Wissenschaftstheorie sowie das juristische Arbeiten gelegt. Sie praktizieren geeignetes Lernverhalten und Präsentieren.
Hier werden folgende Fragen und Gegenstände behandelt:
- Was ist überhaupt Wissenschaft? Wie arbeite ich wissenschaftlich? Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten für Recherche, Systematik und Darstellung von Problemlösungen?
- analytisches Denken, Problemlösungstechniken, Grundlagen und Fragen des juristischen Denkens;
- grundlegende Techniken der Datenbeschaffung, der Literaturrecherche, des Interviews, der schriftlichen Darstellung, der bildlichen Darstellung;
- Organisation von Lernprozessen: Wie gestalte ich eine Prüfungsvorbereitung? Wie erschliesse ich ein Thema? Welche Gedächtnishilfen sind wobei nützlich? Wie muss man sich Lernprozesse psychisch vorstellen?
- Arbeiten in Gruppen
(Quelle: unisg)
Was wirklich dahinter steht
Dazu kann man die Punkte von oben heranziehen: Wissenschaftliches Arbeiten und Denken soll zwar gelehrt werden, aber für die ersten beiden Semester bedeutet dies im Klartext: "Eigenes Denken ausschalten und Quellen zitieren". Wissenschaftliches Arbeiten bedeuetet in LWA (HS) und IPL (FS), dass ihr fit sein müsst und euch Literatur beschaffen könnt. Darüber hinaus solltet ihr die vorgegebenen Formen der wissenschaftlichen Hausarbeit (Einleitung, Hauptteil, Schluss, Zitierweise, Quellenverzeichnis etc. ) einfach gut drauf haben. Nützlich sind auf jeden Fall die beiden Bücher, die euch beim Studium weiterhelfen sollt. Man kann sie später auch gut als Nachschlagewerke verwenden.
Analytisches Denken: Ich glaube, dass dies zu einem gewissen Grad schon vor dem Studium vorhanden sein sollte. Viel mehr lernt man wirklich nicht dazu. Auch der dritte Punkt "Lernprozesse" braucht man nicht weiter betrachten. Wer möchte, kann sich die Kapitel in dem Buch von Sascha Spoun durchlesen. Sie helfen einem und bieten teilweise recht nützliche Tipps. Die Vorlesung dazu ist hingegen eher fragwürdig.
Arbeiten in Gruppen: Ja das wird auf jeden Fall der Knackpunkt sein. Einige Kurse (LWA, IPL, BWL A, BWL B ... ) sind speziell auf Gruppenarbeit ausgerichtet. Möchtet ihr eine wirklich gute Gruppe, dann überlasst die Gruppenbildung nicht dem Zufall, sondern versucht alles. Es kann einem wirklich viel Zeit und Nerven ersparen.
Zur Vorlesung: Also sie kann auf jeden Fall unterhaltsam sein, aber ob sie dennoch auch nützlich ist kann man sich fragen. Die Teilnehmerzahl in unserem Semester hat dies allemal bestätigt. In der ersten Vorlesung war es völlig überfüllt, aber der "Wie-viel-Leute-schlafen-gerade-Zähler" war zeitweise bei über 30 Personen angelangt. Danach sank die Zahl der Teilnehmenden rapide. Es gab sicherlich auch nicht viele Leute die in dem Kurs unterbelegt haben.
Tipps
- Zeit sparen und lieber im Buch blättern
- Schriftlich und mündlich sind gleichwertig. Mündliche Prüfung ist sehr Theorielastig.
- Sucht früh genug nach Themen / Literatur.
- Literatur ist zum grossteil auch im Internet verfügbar (E-Books, EZB, ebscohost.com etc.
Wissenswertes
Nach der LWA Prüfung ist eine Abmeldung nicht mehr möglich. Das bedeutet: Wenn ihr an einem Teil (schriftlich oder mündlich) der Prüfung teilgenommen habt, euch danach abmeldet und im nächten Jahr anfangt, dann wird das so gewertet, alsob ihr im ersten Jahr durchgefallen seid. Ihr habt also nur noch eine Chance, um das Assessment-Jahr zu schaffen.
Assessment an der HSG - das erste Semester
18.07.2009 23:31 (0 Kommentare)
Der nachfolgende Post gibt einen Überblick über die Inhalte des ersten Assessment-Semesters an der HSG.
Ablauf
Startwoche - Kennenlernen, Projekte, Präsentationen und Gruppenaufgaben
Semester - Parties, Unterlagen besorgen und Audimax-Schlacht
Break - nach sechs Wochen zwei Wochen ausspannen
Semester - s.o., dezentrale Prüfungen
Prüfungsvorbereitung - Weihnachten, Lernen, Panikmache
Zentrale Prüfungen
Fächer
- BWL A
- Einführung in die VWL
- Privatrecht Pflichtfach
- Wahlfach: Mathematik / Strafrecht
BWL A
"Ein erstes Lehrsegment ist den Grundlagen der Managementlehre gewidmet. Anhand einer konkreten Unternehmensgründung wird in wichtige Grundkategorien einer modernen Managementlehre eingeführt. Besonders beleuchtet werden dabei unternehmerische Herausforderungen im Hinblick auf eine ökologiebewusste Unternehmensführung und auf die gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmungen ganz allgemein.
Ein zweites Lehrsegment befasst sich mit den Managementprozessen. Dabei ist von zentraler Bedeutung zu zeigen, wie die Managementprozesse in ihrem Zusammenwirken dazu beitragen müssen, dass die gesamte Geschäftstätigkeit kurz- und langfristig eine kohärente Ausrichtung erfährt und effizient vollzogen werden kann. Zu diesem Lehrsegment gehören deshalb Grundfragen des strategischen Managements und Grundlagen der Führungs- und Organisationsarbeit.
Im Zentrum eines dritten Lehrsegments steht die marktorientierte Wertschöpfung, d.h. die zentralen Geschäftsprozesse Kundenakquisition, Kundenbindung, Markenführung, Leistungserstellung und Leistungsinnovation." (Quelle: unisg)
Tipps:
- 1. Semester ist stures Ausweniglernen. Man lernt vermutlich am besten mit den KKarten
- Alte Prüfungen helfen, die Struktur der Antworten zu erahnen.
- Empfehlung für die Übungsgruppe: Ihr habt den Leiter über 2 Semester. Im 2. muss man bei ihm eine Integrationsfallstudie bearbeiten. Die Wahl kann also einiges entscheiden. Meine Erfahrungen mit Albin Reichlin waren sehr gut. Aber auch andere Gruppenleiter sind sicherlich zu empfehlen. Einfach mal die Startwochentutoren fragen!
VWL
Abdeckung der Grunlagen. Inhalte: Marktmodell, Coase-Theorem, Gewinnmaximierung der Unternehmen, Monopole usw. Eben eine typische Einführung in die VWL.
Tipps:
- Prüfung ist wahrscheinlich Multiple-Choice
- Übungen können sehr hilfreich sein. Auch meist effizienter im Vergleich zur Vorlesung
- Lehrbuch: Mankiw / Taylor
- Wer ableiten kann, der hat es hier deutlich einfacher
Recht
Inhalte (Quelle: unisg):
- Einführung in das Recht (Grundbegriffe des Rechts, grundsätzlicher Aufbau)
- Einleitungsartikel ZGB, Prinzipien des Personen- und Sachenrechts, Entstehungsgründe für Obligationen
- OR Allgemeiner Teil (allgemeines Vertragsrecht, ohne Haftpflichtrecht)
- OR Besonderer Teil / einzelne Vertragstypen (Kauf, Miete, Auftrag, Werkvertrag)
- Gesellschaftsrecht Allgemeiner Teil (Was ist eine Gesellschaft?, grundsätzliche Gesellschaftstypen)
- Aktienrecht und GmbH-Recht
Aufbau:
- Vorlesung: Gesellschaftsrecht!
- Übungen: Sehr gut zur Vertiefung
- Selbststudium: Substitut, aber auch gute Ergänzung zu den Übungen
- Video-Vorlesung: Sehr amüsant, aber auch nützlich
Tipps:
- Vermerke in den Gesetzesbüchern, Verweise! --> Prüfungsmerkblatt
- Selbststudium: Es bildet sich ein richtiger Hype um den Kurs von "Ruedi"
- Prüfungsschema auswendig lernen.
- Alte Prüfungen anschauen
Wahlfach
Mathematik
Vorlesungen und Übungen sind gut aufeinander abgestimmt. Kein Hexenwerk. An den Prüfungen kommt immer das gleiche dran.
Tipps:
- Übungen besuchen
- Alte Prüfungen lösen / ggf. Matheseminar
Strafrecht
Dieses Fach müssen nur diejenigen wählen, die nach dem Assessment ein Jus-Studium absolvieren möchten. Alle anderen müssen den Mathematikkurs besuchen.
Handlungs- und Reflexionskompetenz und die Sprache bekommen einen eigenen Eintrag.
St. Gallen und die Anreise
18.07.2009 18:06 (0 Kommentare)
St. Gallen liegt nicht gerade zentral in der Schweiz, viele Fragen sich
sogar, wieso man eigentlich eine international bekannte
Wirtschaftsuniversität in St. Gallen und nicht beispielsweise in Zürich
"angelegt" hat. Die Erklärung dafür liegt in dem Entstehungsgrund der
HSG. Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die Stickerei und Stoffindustrie
in St. Gallen Ihre Hochblüte, in dieser Zeit wurde auch die Hochschule
St. Gallen gegründet um Führungskräfte für die heimische Industrie
auszubilden.
Wie kommt man also nach St. Gallen?
Viele
Studenten setzen auf die ÖV, also SBB, Bus etc. Dies ist sicherlich die
günstigste Option um von A nach B zu kommen, allerdings müssen hier
Abstriche im Komfort und der Flexibilität gemacht werden. Von Zürich
geht es etwas über eine Stunde bis der Inter-City-Zug in St. Gallen
einfährt, von München sollten drei Stunden eingerechnet werden mit der
besten Verbindung. Stuttgart ist sogar knappe vier Zugstunden entfernt.
Für
Studenten aus der Schweiz ist der Zug also durchaus eine gute
Alternative, da die Anreisezeit etwa gleich lang ist wie mit dem Auto.
Für Studenten aus dem näheren Ausland ist die Anreise mit den
Öffentlichen Verkehrsmitteln doch etwas umständlich und dauert relativ
lange.
Für die Autofahrer unter den Studenten entpuppt sich die
Stadt St. Gallen als eher suboptimal - Parkplätze an der Uni sind nur
wenige vorhanden, dafür häufig belegt. Im Stadtzentrum kann nicht
wirklich parkiert werden, hier muss auf die Parkhäuser ausgewichen
werden. Darum ist es auch für Autofahrer empfehlenswert, eine möglichst
zentrale Wohnung zu mieten und in den sauren Apfel der höheren
Parkplatzmiete zu beissen.
Die Mieten dafür sind im Schweizer
Städtevergleich jedoch noch akzeptabel, so kostet ein Dauermieterplatz
im Parkhaus Brühltor mitten in der Stadt gerade mal Fr. 200.- pro
Monat. Im Vergleich dazu muss in "Downtown Switzerland", also Zürich,
im Parkhaus Hohe Promenade ab Fr. 340.-, in dem Parkhaus Metro in Bern
sogar Fr. 550.- pro Monat bezahlt werden.
Ganz generell
empfiehlt sich eine Wohnung, die in Fussdistanz zu halbwegs allen
wichtigen Orten ist. Diese wichtigen Orte lassen sich grundsätzlich auf
zwei reduzieren, Marktplatz und Universität.
Wieso, es hat ja
genügend Busse? Ja, genau das ist das Problem. Der Anschein eines sehr
guten Busnetzes wird erweckt, in Tatsache ist jedoch Abends um halb 1
fertig. Untertags kommen die Busse auch mal zu spät - daran muss man
sich wohl oder übel gewöhnen.
Meine Empfehlung: Ein Auto ist in
Kombination mit einer zentralen Wohnung die beste (und teuerste)
Alternative. Die Flexibilität ist wesentlich höher, Ausflüge ins sehr
schöne Apenzellerland oder an den Bodensee gestalten sich wesentlich
einfacher aber auch die alltäglichen Tätigkeiten wie Einkaufen, Glas
wegbringen etc. gehen leichter von der Hand.
Fragt sich nur, was einem dieser Komfortgewinn wert ist!
Ländlicher Charme der HSG
15.07.2009 14:14 (0 Kommentare)
Mit Erfolg: Die HSG gehört gemäss aktuellen Rankings zu den führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas." (Quelle: unisg)
"Das mag schon sein", mag man sich denken, aber: "was machen eigentlich die Kühe da neben dem Eingang?".
Besichtigt man die Universität zum ersten Mal, kann man von dem vielen Beton und der Architektur entweder sehr angetan oder aber auch abgestossen werden. Sicherlich war es zu der entsprechenden Zeit sehr modern und nicht nur deshalb sind die Gebäude - trotz Umbau - denkmalgeschützt.
Läuft man jedoch nur einige Meter weiter, so ist man schon mitten in der schweizer Landwirtschaft angelangt. Man steht morgens vor dem Lehrprovisorium trinkt einen Kaffee, Nebelschwaden (kommt nicht selten vor) ziehen über das Land und ein paar Meter weiter mampfen die Kühe genüsslich auf der Weide. Von diesem Bild habe ich bisher mehrere Variationen erlebt: 1) Diese tolle Weide nebenan wurde morgens um 9 Uhr gegüllt. Macht ja eigentlich nicht viel, leider wurde die Lüftung des Gebäudes so gestaltet, dass die Luft auf der Seite des Ackers eingezogen wird. 2) Im Winter gibt es wahlweise auch Langlauf-Loipen. 3) Aus einem Hinterzimmer des Audimax werden von den Hausmeistern zwei Schafe (ja es war ein weisses und ein schwarzes) herausgerollt und anschliessend durch die ganze Uni gefahren. Ich habe immernoch nicht erfahren warum.
Die Landschaft um St. Gallen kann aber auch wirklich schön sein. Man braucht mit dem Fahrrad lediglich 20-30 Minuten zum Bodensee. Es gibt auch die bekannten 3 Weihere in der Nähe und ein Ausflug ins Appenzell lohnt sich an einem schönen Tag auch immer.
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